Tour de Perigord

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Am 13. Juli ging es los, meine Wunschreise ins Perigord. Hab schon so viel drüber gelesen und gehört. Pläne vor Jahren, mit einem Hausboot die Dordogne zu befahren, wurden nie verwirklicht. Aber jetzt es so weit.

Die Schwierigkeit, eine Zugfahrkarte von Graz nach Bordeaux in einem Stück bei der ÖBB zu kaufen, überwunden, akzeptiert, dass Fahrradmitnahme nur mit einer Tasche möglich ist, die ich um teure 140 Euro gekauft habe, stehe ich um 5:30 am Grazer Bahnhof und suche meinen Platz in der – welch Luxus – ersten Klasse.

Acht Stunden nach Stuttgart, eine Stunde Aufenthalt für das Umsteigen in den ICE nach Paris-Gare de l’Est, so dere Plan. Wäre da nicht die Deutsche Bahn mit ihren Verspätungen. Am Ende schaffe ich es, bepackt mit 18 Kg Fahrradtasche und schwerem Rucksack nur mit Hilfe eines netten deutschen Studenten, nur mit Not, den Zug nicht zu versäumen. Davon keine Fotos.

Auch nicht von der abenteuerlichen Metro-Fahrt mit Sack und Pack vom Gare de l’Est zum Gare Montparnasse. Es regnet, es ist schwül. Zum Glück hilft auch hier wieder eine netter Franzose, den Weg von der U-Bahn-Station bis zum Bahnsteig durch den Regen zurückzulegen. Dann folgt der Weg über den erst 20 Minuten vor der Abreise bekannt gegebenen Bahnsteig bis zum letzten Waggon vorne. Völlig durchnässt und verschwitzt verstaue ich das Rad einfach irgendwo im TGV. Durch den Regen geht es mit 300 km/h nach Bordeaux. Beim Aussteigen um halb elf empfängt mich die sanfte Luft vom Meer her.

>> Eins

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  1. Die Mühen der Anfahrt sind immer noch spürbar. Und Deine Freude über die endlich realisierte Reise. Ich bin schon gespannt auf die weiteren Teile. Danke Dir fürs Teilhaben lassen.

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