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Tag 6 – 19.Juli 2021

Zurück nach Bordeaux

Von Le Bugue nach Le Bouisson-du-Cadouin. Mit dem Zug nach Saint Emilion. Mit dem Rad über Créon zurück nach Bordeaux zur Villa Segur.

Radfahren, sich auf längere Touren zu begeben, hat schon etwas von Nomadentum oder vielleicht besser etwas von der Fortbewegung im Mittelalter, zu Pferd etwa. Man legt ähnliche Etappen zurück, ist den Unbilden des Wetters und der Wege ausgeliefert, riskiert Verletzungen und setzt seinen Körper ein, ist Menschen und Landschaft näher, auf Gastfreundschaft angewiesen und schöpft aus eigener Kraft.

Mit dem Auto reisen ist definitiv häßlich: Eingezwängt in Karossen aus Stahl und Kunststoff, meist klimatisiert, ohne Himmel und Wolken über dir, angewiesen auf autogerechte Straßen, Tankstellen, Parkplätze und andere Infrastruktur, die nur dazu dient, Touristen von A nach B zu bringen. Ganz zu schweigen von überfüllten Parkplätzen und Autoschlangen im Stau und den daraus resultierenden Aggressionen. Von Flugreisen mal gänzlich abgesehen…

Aber ja: Auch wir Cyclisten nutzen Infrastruktur, die zunehmend für uns gebaut wurde, für unsere Bedürfnisse gibt es inzwischen eigene Wege durch die Landschaft. Immer seltener bewegt man sich auf „normalen“ Straßen. Und wir nutzen Apps und Booking.com. Alles doch nicht sehr mittelalterlich… auch als Radfahr*in ist man Teil des heutigen Ganzen.

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